|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Mein erstes tolles Erlebnis dieses Jahr an der Wiese! Geschrieben von Marcus Baumann
Gestern (01.07.) war ich noch an der Wiese zum Angeln bei idealem Wetter. Das ganze begann schon nicht sehr verheissungsvoll auf dem Parkplatz in Atzenbach, wo ich mich immer umkleide habe ich nämlich bemerkt, dass ich meine Wathosen zu Hause vergessen hatte. Zum Glück trug ich Shorts und Sandalen. So machte ich mich also in einem etwas ungewohnten Tenü auf den Weg. Ich fischte vom Ufer aus im Kanal und fing nach kurzer Zeit eine schön abgewachsene, pfundige Bachforelle. Um sie zu Keschern mußte ich mich allerdings auf den Bauch legen, was in meinem Alter nicht mehr so einfach ist. Es wird aber noch besser kommen!
Am Stau von Mambach angekommen bin ich dann ins immer noch recht kalte Wasser gestiegen. Da im Stau viel Schlamm angeschwemmt ist, bin ich, um nicht durch den Schlamm zu waten über die Schutzmauer ins Wasser gestiegen. Schöne Fisch sind gestiegen, es dauerte dann auch nicht lange bis ich eine Kapitale Regenbogenforelle (42 cm) an der Angelrute hatte. Der Drill war einmalig, sie hat mir die ganze Angelschnur abgezogen (ich habe kein Backing auf der Rolle), einen Moment befürchtete ich, das sie abreißen wird, zum Glück hat sie gerade noch im richtigen Moment gestoppt. Sie stieg mehrmals aus dem Wasser, nach ungefähr 15 Minuten konnte ich sie dann keschern. 
Glücklich über den Kapitalen Fang bin ich an der erst besten Stelle an Land gestiegen, natürlich durch 20 cm dicken Schlamm, wo ich dann das Gleichgewicht verlor und halb ins Wasser und halb in den Schlamm fiel (fluchen folgte)…Ich will gleich vorwegnehmen die Forelle habe ich nicht verloren, aber ausgesehen habe ich wie ein Mohr und gestunken wie ein Schwein!
Nachdem ich die Forelle waidmannsgerecht versorgt habe, bin ich weiter hoch gegangen ins fliesende Wasser und habe mich fast nackt ausgezogen und Körper und Kleider gewaschen.
Ich habe dann noch trotz Nässe weiter geangelt und noch einen zweite schöne Bachforelle gefangen, dann wurde es trotz der sommerlichen Temperaturen zu kalt und ich ging nach diesem ereignisreichen, schönen Abend glücklich und zufrieden nach Hause.
Herzliche Grüße. Marcus.
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
Unser schönster Fischertag 2008
|
Geschrieben von Daniel Hoda
|
|
Es ist Winter. Draussen tobt der Regen und ich sitze bei einer Tasse Tee gemütlich im Sofa und lese ein Buch über die Lebens geschichte von Lyle Dickerson (1892-1981), einem bekannten amerikanischen Rutenbauer.
Lyle baute als erster schnelle kräftige gespliesste Ruten für Fliegenfischer und Guides in den Staaten Wisconsin und Michigan, welche von ihren Drift – Booten lange Schnurlängen vom Wasser heben und mit dem nächsten Vorwärtswurf zielgenau ablegen mussten.
An einer Stelle, in der beschrieben wird, wie Lyle mit seinem Vater an den Pere Marquette River zum Campen und Fischen fährt, schiessen mir sofort die Erlebnisse eines aussergewöhnlichen Fischertages mit meinen Jungs durch den Kopf …
Es war an einem schönen Spätsommertag, als wir, Robin, David und ich, unsere Fischersachen ins Auto warfen und uns auf den Weg in den Schwarzwald machten.
Unterwegs hegten wir Strategien aus, wo wir an der Wiese mit dem Angeln beginnen würden, welche für uns gut befischbare Plätze wir aufsuchen und mit welchen Fliegen wir fischen wollten. Dies erinnerte mich stark daran, wie mein Vater und ich damals oft an den Doubs im schweizerischen Jura fuhren und die gleichen Gespräche über Technik und Taktik und Gott und die Welt führten.
Voller Erwartung, wie jedesmal, trafen wir bereits vor dem Mittag an „unserem Platz“ ein. Es war kein Vereinskollege zu sehen, also beschlossen wir uns aufzuteilen. David watete in die Wiese ein und fischte mit der Trockenen flussaufwärts. Robin und ich machten uns auf den Weg zum oberen Pool und versuchten unser Glück ebenfalls mit der Trockenen.
Wir fingen an diesem Vormittag gut; Petrus hatte Robin zwei (!) und mir eine gute Forelle beschert, David jedoch ging bis dahin leer aus.
Am Nachmittag wechselten wir die Stelle. Wir pirschten langsam am Ufer entlang und beobachteten alles auf und im Wasser. Am Auslauf eines kleinen Pools schimmerte plötzlich eine rosa Flanke im Wasser und ein Schatten verschwand in der Tiefe. Wie drei Fischreiher verharrten wir am Ufer und beobachteten die Stelle weiter. Und siehe da die Regenbogenforelle zeigte sich erneut für einen ku rzen Augenblick.
Wir beschlossen eine Strategie und teilten und auf. David ging flussaufwärts und liess einen Hopper in den Pool treiben. Dieser tauchte unter und kurz darauf schoss die Regenbogenforelle aus der Tiefe und schnappte zu. „Anschlag!“ schrie Robin und ich gleichzeitig und in diesem Moment raste die Forelle auch schon stromabwärts, und wir drei hinterher. Rund 15m weiter, in einem etwas ruhigeren Bereich, blieb die Forelle stehen. Ich positionierte mich ausgerüstet mit zwei Keschern unterhalb der Forelle, David hielt diese auf Zug und versuchte sie mir zuzuführen und Robin meldete wo sie sich gerade befand und wo welche Hindernisse waren. Das hin und her und auf und ab dauerte etwa 5 Minuten, dann wurde die Forelle langsam müde und wir konnten sie trotz drohendem Wurzelwerk und scharfen Steinen schlussendlich und mit etwas Glück überlisten.
Überglücklich sassen wir im Grass, zitterten vor Erregung noch wie Espenlaub und waren für dieses gemeinsame Erlebnis dankbar. Es wird uns bestimmt lange in Erinnerung bleiben.
Stoff, aus dem die Träume sind !
Robin, David und Daniel Hoda
|
|
 |
|
|
|
|
|
Traumhafter Saisonstart 2009 an der Wiese
Ein Erlebnis der besonderen Art geschrieben von Daniel Engel
Wir ,das ist mein Freund Jörg und ich, haben ca. um 07.30 Uhr beim Zeller Wehr mit Fischen begonnen, da wars noch richtig kalt! Andere Fischer waren um d iese Zeit noch nicht auszumachen.So hatten wir die Wiese alleine für uns. Meine erste Forelle hatte ich nach etwa einer Stunde: 31cm auf Woolly Bugger (mit dem habe ich übrigens alle 3 Forellen gefangen). Bis gegen halb Neun Uhr hatte ich noch einen Fehlbiss und zwei kleinere untermaßige Forellen schonend zurückgesetzt. Danach war erst einmal Funkstille und es ging eine Weile nichts mehr, bis ich etwas nach neun Uhr endlich die 32er Bachforelle landen konnte. Jörg hatte seine erste Forelle auch noch im Stau gehakt; ebenfalls auf einen schwarzen Woolly Bugger, 31cm.
Dann, 10 Uhr 45 Uhr oberhalb des Wehrs in Atzenbach: ein knallharter Biss und eine rasante Flucht von gut 10m stromaufwärts, die makellose 52er Regenbogen hing, die Knoten hielten! Es folgten 3 vehemente Sprünge hoch aus dem Wasser und eine weitere Flucht in die Flussmitte, danach dirigierte ich die Schöne mit sanftem aber bestimmtem Zug in den Kescher von Jörg! Eine wahre Wiesen-Schönheit! Ausgenommen 1350g.
Nach einem guten Mittagessen in angenehmer Gesellschaft(!) fischten wir nachmittags bei Sonnenschein zuerst rund eine Stunde ohne jeden Fischkontakt im Stau von Mambach. Oberflächenaktivität war noch keine auszumachen. Jörg gelang dann gegen 15 Uhr unterhalb des Staus der Fang der vollgefressenen 45er Fario (ebenfalls auf Woolly Bugger). Beim Ausnehmen kam eine halbverdaute Kröte(!) samt Laich zum Vorschein, das haben wir beide in unserem doch schon längeren Fischerleben auch noch nie gesehen.. Jörg verlor dann noch eine gute 40er Regenbogen im Drill, wahrscheinlich waren da seine Kräfte vom vorausgegangenen Kampf schon etwas erlahmt :-)
Um 16.30 Uhr gings rundum zufrieden zurück Richtung Basel! Ein absoluter Traumstart in die neue Saison! Daniel Engel
|
|
 |
|
|
|
Matthias, ausnahmsweise nicht auf Verbrecher, sondern auf Forellenjagt.
|
Geschrieben von Matthias Höfflin
|
|
Gefangen am 13.04 morgens 08:00 Uhr in Zell Höhe Krankenhaus auf eine Pheasant-Tail. Schöner deutlicher Biss, fängt gleich an zu schlagen. Plötzlich steht die Schnur in der Mitte des Flusses, starker Zug jedoch keine Bewegung, sch.... sie hängt wohl irgendwo in einem Ast unter der Wasseroberfläche... - Aber nicht mit mir, Freund Kirsche, so leicht gebe ich nicht auf - (irgendwie kam ich mir gerade vor wie bei der Verbrecherjagd...)... Krankenhaus ist ja gleich nebenan also: rein in die reissenden Fluten und mit dem Fuss den Ast vom Boden gelöst...gar nicht so einfach, bei der Strömung, Ast, Schnur und Forelle frei, weiter geht der Drill, puh, (Wasser bis ca. 1 cm vor Oberkante Wathose) cool bleiben, schön ruhig ranholen, immer wieder Ausbrüche und Ausrutscher in der Strömung...(mit meiner neuen Rolle und guter Bremse kein Problem...) und jetzt Kescher vom Magnet am Rücken ziehen um die erste Saisonforelle zu sichern ...Sch...!!!!!!! Kescher hängt !!!!(wie sich später herausstellte mit dem Netz im Reißverschlußbügel an der hinteren Seitentasche, keine Chance zum losbekommen...) also gut, Handlandung (was kommt denn noch alles?!)...schön langsam ranziehen, Arm ganz nach hinten, Kopf leicht seitlich, damit mir der Haken nicht ins Gesicht schnalzt, bei Schnurbruch, und:............................................... Hab sie!!!!!!! Petri Heil!
|
|
 |
|
|
|
 |
|
Vier Fliegenfischer an drei Trauns
Unsere Anglererlebnisse an den Gewässern von Rudi Heger im Chiemgau
Im Juni fischte ich mit meinen Vereinskollegen Andy, Dieter und Matthias sechs Tage an den Trauns von Rudi Heger im bayerischen Chiemgau.  Untergebracht waren wir bei den Fischers (Petri Heil ist garantiert) im Ortsteil Hammer bei Siegsdorf. Nach Bezug unserer Zimmer gingen wir zum Hammerwirt, um uns nach dem Stress der Anreise zu stärken. Leider hieß es für Dieter, als er den Schweinebraten bestellte: “Schweinsbraten is aus“, ein Zwiebelrostbraten mundete jedoch genau so gut. Die abenteuerlichen Angel-Erlebnisse, die Dieter, Matthias und Andy von ihrem letzten Traun-Aufenthalt schilderten, sollten mich auf eine herrliche Fischerei einstimmen. Und so war ich richtig gespannt darauf, wie es sich an der Weißen, an der Deutschen und an der Roten Traun fischen würde. Dieter hatte alles hervorragend organisiert, so dass wir alle immer zusammen an derselben Traun unsere Leinen auswerfen konnten.
Am ersten Tag ging es nach einem reichhaltigen „Fischer z’ Morge“, aufgetischt von Familie Fischer, zunächst einmal zu Rudi Heger, um die bestellten Tageskarten abzuholen. Aber Dieter wollte mir vorher die dicken Brücken-Brocken unter der Siegsdorfer Brücke zeigen. Mit einem „Endlich wieder da“ und einem Tänzchen auf der Brücke begrüßte Dieter erst einmal freudig die Umstehenden und natürlich seine Freunde, die Traun-Traum-Forellen. Es blieb uns wie zu erwarten nichts anderes übrig, wir mussten ob des tollen Angebotes im Laden von Rudi Heger noch einige besonders fängige Fliegenmuster erstehen. Jetzt hieß es „Wohin zum Fisc hen?“ Dieter, der seit 15 Jahren an seinen geliebten Trauns zum Fischen geht, meinte: „Leute, Ihr könnt gehen wohin Ihr wollt, ich habe noch eine Verabredung mit einer ganz großen Blonden (wir vermuten, eine Bachforelle) am Höpflinger Wehr. Um das nicht zu verpassen, schlossen wir uns Dieter an. Angekommen, rein in die Klamotten, Fliegenweste an, Rute zusammengeschraubt und los ging’s. Nach kurzem Fußmarsch - länger hätte ich es auch nicht ausgehalten - stand Dieter am Wehrgumpen und wartete fischenderweise auf seine Verabredung.
Mit gebührendem Abstand postierte ich mich am Auslauf des Gumpens und hatte auch schon eine herrlich Gepunktete auf eine grüngelbe Wiesen-Sedge. Meine erste Bachforelle an der Weißen Traun mit stolzen 46 Zentimetern! So konnte ich mit etwas langsamerem Puls weiterfischen.
Matthias und Andy gingen auf Distanz ca. 100 Meter in Richtung Siegsdorf und legten ihre Leine in einem tiefen und längeren Gumpen (sprich: Pool) aufs Wasser. Die beiden fingen so im 10-Minuten-Takt eine nach der anderen der herrlichen Forellen , um sie schonend wieder in die Freiheit zu entlassen da sie nicht das erforderliche und genehmigte Entnahmemaß (30 – 39 cm) hatten, immer entweder zu klein oder zu groß, aber meistens zu groß waren. Also Fangen und Freilassen war angesagt. Etwas ungewöhnlich für mich; laut Rudi Heger wird der Fischbestand so jedoch am Besten geschützt und erhalten. Darüber, so dachte ich bei mir, könnte man auch für unsere Zeller Wiese nachdenken. Nach dem Mittagessen im „Edelweiß“ in Siegsdorf (stimmt tatsächlich: Schweinsbraten war aus!) fuhren wir ans Siegsdorfer Wehr, wo Andy noch eine Rechnung mit einer Regenbogen offen hat, die er im Jahr zuvor nach längerem Drill verloren geben musste. Nymphenfischen, und zwar „Deep Diving“, war hier in dem tiefen und schwarzen Wehrkolk angesagt. Wurf auf Wurf, ein Nymphenwechsel folgte dem anderen, bis zum 300sten Roll-Switch-Bogen-Fallschirm-Wurf. Nichts tat sich. So ging Andys Rechnung leider nicht auf. Die Regenbogen hatte ihn schon wieder versetzt.
Was tun? Zurück ans Höpflinger Wehr. Dieter spürte irgendwie, dass seine Bekanntschaft vom letzten Jahr am Nachmittag eventuell doch geneigt war, sich mit ihm zu treffen. Also war Dieter nach der Ankunft gleich wieder an seinem Meeting-Point während Andy und Matthias an „ihrer“ Fließstrecke das Wasser peitschten. Na ja, denke ich und setze mich in der Nähe der Beiden in die Steine, um die schöne Weiße Traun auf mich wirken zu lassen. Da - was ist das dort am anderen Uferrand unter den herabhängenden Zweigen? Steinschatten oder Forelle? Schweißausbruch! Jetzt keine Hektik aufkommen lassen. Erst mal beobachten, ob sich da etwas bewegt, und die „Lage sichten“. Rechts oben fischt Dieter, links von mir fischen Andy und Matthias und geben sich ihren Fängen und Drills hin. Wie schon am Morgen „catchen und releasen“ sie abwechselnd eine Forelle nach der anderen. Aha - der Schatten bewegt sich um einige kaum wahrnehmbare Zentimeter nach vorn, schlürft irgendetwas ein - und schwimmt zurück unter die Zweige. Fliegenbüchse auf… doch welches Muster anknoten? Welche Größe, welche Farbe soll ich jetzt nehmen? Ich entscheide mich für die „Geflügelte Olive Dun“, die mir mein Enkel Klaus aus dem schier unerschöpflichen Vorrat seines „Balzerkastens“, den er von seinem Urgroßvater geschenkt bekam, für diesen Fliegenfischer-Urlaub mitgegeben hat. Ob die über 40 Jahre alte Fliege fängt und auch hält? Angebunden und dann der erste Wurf, ich murmle noch ein: „He Leute, da steht eine ganz Große“ in Richtung Matthias und Andy. „Ja, ja“ tönte es von den Beiden ungläubig zurück. Dieter hat nichts gehört. Er versucht mit allen Tricks seine letztjährige Bekanntschaft anzulocken. Meine Große reagiert auf die Fliege, die aber nicht genau in ihrer Drift gelandet ist. Zweiter Wurf - entweder Zweig oder Forelle. Ja, die Fliege setzt ein paar Zentimeter vor der Forelle auf, jetzt bloß keine Fehler machen. Und tatsächlich: Sie nimmt die „Enkel-Klaus-Fliege-….. ganz lässig ……mit all ihrer Erfahrung. Die Kiefer schließen sich, und ich hebe wie in Trance die Rute zu einem Anhieb leicht an. Fischkontakt! Die Große will zurück an ihren Stammplatz unter die schützenden Zweige - aber etwas scheint nicht in Ordnung und zieht an ihr. Nach heftiger Gegenwehr und noch bevor mein Handgelenk unter der Belastung dicker zu werden droht, gibt sie sich geschlagen und landet bei Andy im Kescher. Also ich habe an die 70 cm gemessen. Eine herrliche Regenbogen mit einem ausgeprägten Laichhaken und den typischen Farben. Nach dem Fotografieren durfte sie wieder in ihr Element zurück. Meine Freude über diesen schönen „Traumfisch“ war groß und ich fürs Erste so richtig zufrieden mit meinem Anglerglück. Die kamerdschaftlichen gutgemeinten Glückwünsche von Andy, Matthias und Dieter wie: „Die haben wir extra für Dich reserviert --- wollten wir Dir nicht vor der Nase wegfangen --- bis zu: Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn --- nahm ich mit stiller Freude gerne entgegen. Wem gelingt es in den folgenden Tagen einen größeren „Traumfisch“ zu keschern?
Nach einem zünftigen Abendessen im Edelweiß (Schweinsbraten war aus!) ging es zurück in die Ferienwohnungen zum mitternächtlichen Fliegenbinden für den nächsten Tag an der Deutschen Traun. Gespannt und wieder hoch motiviert ob der zu erwartenden Riesenforellen und der Aussicht, endlich den von Dieter in den schönsten Farben geschilderten Lieblingsplatz - seine Panzerfurt - kennenlernen zu dürfen.
Der Blick von der Empfinger Brücke auf die dort stehenden Riesenforellen ist wirklich beeindruckend. Solche Forellen können nur unter größtmöglicher Schonung - wie bei dem von Rudi Heger praktizierten Catch und Release - zu diesen Formaten heranwachsen. Wieder hieß es, rein in die Wathosen, Ruten geladen und ans Wasser. Doch bei jedem noch so gezielten Wurf schwammen die Riesen etwas weiter weg von uns. Womit kann man diese Brocken zum Beißen verleiten??? Andy und Matthias sind unterhalb des Viaduktes ins Wasser gestiegen und haben beim „Bachabfischen“ wunderschöne und g ut genährte Bach- und Regenbogenforellen gefangen. Dabei waren auch Exemplare bis über 50 cm. Eine herrliche Fischerei, wie sie berichteten. Bis jetzt war aber noch keine von den angesagten Traun-Äschen mit dabei.
Mittags ging es dann endlich an Dieters geliebte Panzerfurt. Bei dem kurzen Fußmarsch waren Forellen in Längen so um die 80 Zentimeter unterhalb des Türkenfelsen zu sehen und meine Gerte zuckte wie eine Wünschelrute in Richtung der Deutschen Traun. Dieter meinte: Komm weiter , die sind unfangbar, wir versuchen es später. Und weiter ging es voran zu Dieters Lieblingsplatz. Endlich angekommen, hörte ich Dieter freudig ausrufen: „Hier will ich mal begraben sein!“. Ich sagte: „Da hast Du ja noch genug Zeit und kannst noch eine Ewigkeit Deine Leine hier aufs Wasser legen“. Ich muss aber zugeben, dass es wahrscheinlich nicht allzu viele Plätze gibt, von denen man so wie Dieter träumen kann. Ein wirklich schöner Flussabschnitt der Deutschen Traun mit langen Fließstrecken, Rauschen und tiefen dunklen Gumpen. Dieter hatte ja hier auch ein Stell-Dich-Ein mit einer ausgestiegenen Kapitalen vom letzten Ausflug an die Traun-Gewässer. Leider hat sich das Techtelmechtel vom letzten Jahr nicht mehr daran erinnert und so fingen wir halt einige rotgetupfte und silberberückte Forellen mit selbst gebundenen „Yellow Sallys“, der en natürliche Schwestern an den Trauns zu Hauf vorkommen. Auf dem Rückweg schauten wir nochmals den ganz großen Forellen an der Empfinger Brücke zu, um die Taktiken für den darauffolgenden Tag festzulegen. Was nehmen sie, wie reagieren sie, welche Fliege kann die Richtige sein?
Abends, besser gesagt bis in den frühen Morgen, haben wir beim Fliegenbinden und einem guten badischen Rotwein unsere weiteren Strategien festgelegt.
Mit Matthias ging es am zweiten Tag beim Viadukt in das glasklare Wasser der Deutschen Traun. Doppeldrills waren dabei an der Tagesordnung, genauso wie er es am Tag zuvor mit Andy erlebt hatte. Mit einer von ihm selbst erdachten und gebundenen N ymphe auf 14er Haken - einem Silberköpfchen, ei ner Wusselwicklung (wahrscheinlich aus Flusen vom Teppichboden), einem Stück silbernen Blumenbindedraht sowie einer gehörigen Portion Überzeugung - fing er doch tatsächlich die erste Pracht-Äsche: 45 Zentimeter! Wie sich in den nächsten Tagen herausstellte, war diese seine Wunderwaffe unschlagbar. Dass er an der Roten Traun dann noch einmal eine dieser schönen Fahnenträgerinnen überlistete, sprach in der Tat für seine Nymphe, die wir inzwischen liebevoll auf den Namen „Rattegigl“(DG-Nymphe) getauft hatten.
Da Matthias mit dieser Nymphe ständig was am Haken hatte, kam ich vor lauter: „Komm mach ein Bild von dieser Aesche …..von dieser pfundigen Forelle“ nicht so richtig zum Fischen. Allen Unkenrufen zum Trotz hat uns Matthias sehr erfolgreich bewiesen, dass es Äschen gibt in den Hegerschen Gewässern. Am zweiten Tag an der Weißen Traun standen wir zu viert am Morgen wieder mal auf der Siegsdorfer Brücke bei Hegers. Kommentare wie: „Diese Riesen kannst Du nicht fangen …sind spezielle Freunde von Rudi Heger…sind verwöhnt und zu schlau…“ ließen wir nicht gelten und verteilten uns unter und oberhalb der Brücke. Andy mit seiner ausgeprägten Wurftechnik hatte die erste schon am Haken. „57 Zentimeter pure Regenbogen-Energie“ rief er uns zu.

Matthias war gerade mal wieder am Handy, Dieter und ich hatten Fliegenfischer-Glück unterhalb des Kanalauslaufs in der starken Strömung. Bei einem kurzen Landgang mit Pause hat uns Dieter seine spezielle Brunnen-Technik („Kölner-Jecken-Technik“) vorgeführt. Bemerkenswert!

Am letzten Tag an der Roten Traun, in Teilstrecken vergleichbar mit unserer Wiese oberhalb Mambach, hat Matthias doch tatsächlich mit seiner „Spezial-Nymphe“ zwei der schönsten Äschen gefangen, beide über 40 cm.
Fazit: Sechs wunderschöne Fliegenfischertage waren viel zu schnell vorbei. Erholung und positiver Stress standen - aufgrund der nicht überlaufenen Traunstrecken, der guten bayerischen Küche und nicht zuletzt dank des anglerischenen Verständnisses untereinander - in wunderbarem Einklang. Die guten Gespräche beim spätabendlichen Fliegenbinden sowie die Ratschläge von Toni Hutterer trugen ebenfalls dazu bei, dass unser Aufenthalt an den „Traun-Rivers“ zu einem erfolgreichen und einem wirklichen Genusserlebnis wurde. Und dies obwohl Dieters heißgeliebter Schweinsbraten ab und zu mal aus war.
Hans Maier
|
|
 |
|
|
|
|
|
Ein perfekter Saisonabschluss
|
geschrieben von Daniel Hoda
|
|
Unsere Angelsaison 2009 war bis Dato sehr enttäuschend verlaufen. Wegen Beruf und Schule konnten wir dieses Jahr unsere Leinen nicht so oft entfalten wie wir wollten. Zudem haben die v ielen Unwettern, stark schwankenden Pegelständen und ein sehr heißer Spätsommer mit niedrigsten Wasserständen, unser Fliegenfischen zu Hause und im Urlaub stark beeinträchtigt. Letztes Wochenende haben wir wieder Mal etwas Zeit gefunden und sind zum Saisonabschluss nochmals an die Wiese gefahren. Bereits nach kurzem Fischen haben David und Robin schöne Forellen an der Leine gehabt diese jedoch wieder verloren. Nach einem Standortwechsel in den Zeller Staubereich hat David eine schöne Forelle ausgemacht. Die Größe des Fisches bedingte einen Vorfachwechsel. Inzwischen kam auch Hans auf die Brücke und beobachtete das Geschehen. Wir banden eine unscheinbare Nymphe Hakengrösse 10 ans Vorfach und überprüften alle Knoten. Alles bereit! David servierte die Nymphe und mit Hans‘ Hilfe konnte beim zweiten Wurf der Fisch zum Anbeißen verleitet werden. Mehrere Fluchten und ein harten Kampf gegen Strömung und Gewicht des Fisches forderten David alles ab. Erst nach 35 Minuten (!) konnte die Forelle endlich gekeschert werden Was für eine prächti ge Forelle! 57cm und 2,5kg.
Völlig fertig krabbelten David und ich zu Robin ans Ufer. Wir waren uns alle einig, dass dies ein äußerst gelungener Fischertag war.
Wir legten die Ruten beiseite, zogen uns um und feierten diesen perfekten Saisonabschluss mit einem kleinen Mittagessen und feinem Kuchen im Café Fräulin in Zell.
|
|
|
|
Eine fast vergessene Geschichte
Die S aison beginnt demnächst und ich hoffe alle haben die Weihnachtszeit heil überstanden ohne größere Gewichtszunahme. Fast alle Gutscheine sind in den umliegenden Anglershops eingelöst und die nicht passenden Geschenke zur Zufriedenheit aller umgetauscht worden. Die ersten Kataloge und Handbücher für die Fliegenfischerei 2010 sind auch schon eingetrudelt. Fasnacht ist auch schon vorüber... Zeit um nochmals die Glückwunschkarten zu Weihnachten und zum neuen Jahr, in dem ja eh alles besser und größer werden soll, durchzublättern und dabei dem einen oder anderen Gedanken über das letzte Jahr freien Lauf lassen.
Beim zweiten Durchsehen fällt mir eine besondere Karte in die Hände und erinnert mich an ein paar schöne Angeltage mit guten Freunden in Osttirol an der Großen Drau. Dort an der Strecke des Gasthofes Pontiller bei Familie Hans Niedermüller in Oberdrauburg, gab's nicht nur eine herrliche Fischerei sondern es wurde auch manches Schmankerl aus der Küche auf den Tisch gezaubert. Leider mussten wir in diesen Tagen auf die geliebten badischen Spätzle verzichten.
Uuuups…da war doch auch der Bericht über diese herbstliche Angelei, den ich von Dieter Golomb schon Mitte Dezember für die Homepage erhalten habe. Also höchste Zeit die Erlebnisse und Bilder vom Urlaub an der Drau zu veröffentlichen.
Viel Spaß beim Lesen und Stöbern in den Bildern.
Euer Hans
geschrieben von Hans und Dieter
Die Drau in Kärnten ist bestimmt super, nur hatten wir, Andy, Rainer ,Mathias, Hans un d ich das Pech oder auch das Glück des zu schönen Wetters bei unserer herbstlichen Fischerei an der Drau bei Oberdrauburg vom 4. bis 7. Oktober. Bei bis zu 27 Grad Celsius Lufttemperatur – natürlich an der Sonne – war also Schwitzwetter in den Wathosen angesagt, wenn zeitweise auch ein kühler, zum Teil in den späteren Abendstunden etwas stärkerer Wind uns durch die Leinen blies.
Der starke Fluss führte aufgrund der hohen Temperaturen noch einiges an Schmelzwasser aus den Felbertauern mit. Daher war das Wasser über die Fischertage hinweg milchig trübe, doch sobald die Sonne voll durchkam mit einem herrlich azurfarbenen Ton versehen. Zeitweise, beim nachmittäglichen Schwellbetrieb um 14 - 15 Uhr rum, relativ hoch und dann mit einer stärkeren Strömung. Ein Waten über Kniehöhe wäre da auf jeden Fall für mich und Hans etwas zu gefährlich geworden. Ich habe meistens mit einer grünen 12er und 14er Goldkopfnymphe mit Grizzly-Hechelkranz gefischt. Dies total entgegen den Ratschlägen unserer Anglerkollegen die uns kleinere Nymphen und Fliegen mit Hakengröße 16 empfohlen hatten. Mit meinen „Wiesentäler“ Größen und Muster hatte ich schon am ersten Tag zwei ganz gewaltige Bisse gehabt. Leider konn te ich jedoch die Fische nicht halten. Ob die Ursache bei der starken Strömung, bei meinen Nerven, der Rute oder der Bremse lag, kann ich bis heute nicht definitiv beantworten. Auf jeden Fall haben mir hinterher die Knie etwas geschlottert. Das erste Mal hat sich ein Brocken - sicherlich eine kapitale Äsche - mit weißem Bauch, rosa Flecken an der Oberfläche gewälzt ...kurzer heftiger Drill ... und weg war sie oder er. Petri... Heilix... Blechli… Lächelnd sagte ich mir, es sei ihm gegönnt - das nächste Mal dann.
Gleiche Stelle, dieselbe Nymphe, nächster Wurf und es erfolgte ein vehementer zweiter Biss. Dem Zug an der Rute nach ein ähnliches Kaliber. Den Durchmesser des Körpers oberhalb der Bauchflossen schätzte ich auf 15 - 20 cm. Also ein ordentliches Trumm an Aesche oder Forelle. Jedoch wieder nur angeklopft, ausgestiegen und verabschiedet - so sollte und darf es nicht weitergehen…jedoch ein herrlicher erster Tag an der Drau,“dem Luader“ ging so zu Ende. Die beiden Bisse und Drills hatte ich oberhalb des Marktes Oberdrauburg an einer leich ten Biegung mit einer schönen Kiesbank im Rücken und einem langen, für die Nymphenfischerei idealen Gumpen. Dort am Ende dieses fischverdächtigen Gumpens, wo hinter der auslaufenden Schotterbank die beiden Wasserläufe kurz vor einer Steinbuhne wieder zusammenfließen.
Immerhin konnten Hans und ich dort auch eine 42er und 40er Äsche landen, neben einigen kleinen Regenbogenforellen. Eine große Äsche ist nach langem Drill dem Hans kurz vor dem Kescher abgekommen. Gebissen hat diese auf ein Rehhaar-Sedge auf 12er Haken gebunden! Hans meinte dabei, dass er eigentlich nur wegen dieser schönen Äschen hierher gekommen ist. Forellen kann er an der „Wiese“ in Zell, seinem geliebten Heimatfluss zur Genüge fangen.
Gegenüber "unseres Pooles" mündet nach dem Wald in einer kleinen Bucht der Lahnerbach. Dort sahen wir den Günter Meng, eine Fischerbekanntschaft aus der Kölner Gegend, seine Nymphen ins Wasser tauchen. Eine aus meiner Sicht ebenfalls fischige Stelle, die wir gemeinsam in den nächsten Tagen angehen wollen. Ich mag solche vielversprechenden Bachausläufe und die anschließenden Gumpen. An anderen Stellen war das Ufer für mich nicht so optimal, um einigermaßen sicher gehen zu können.
 Unsere Fischerfreunde Mathias, Rainer und Andy hatten am ersten Tag einige Forellen, auch große mit über 50 Zentimetern sowie einige Äschen gefangen. Hauptsächlich wurden diese von unserem Äschenspezi Mathias mit einer rosaroten 16er Nymphe mit einem schwarzen Tungstenkopf präpariert, überlistet. Er kannte sich etwas aus an der Drau, da er schon mehrere Mal hier seinen Fischerurlaub verbrachte. Jedoch der von uns erwartete Coup, mit einer 60er Äsche, wurde nicht gelandet. Die Abendessen im lauschigen Nebenzimmer im Pontiller, die entspannte Atmosphäre mit den Kollegen, die Erzählungen, dass ihnen auch einige Fische auf diese Art „abhanden“ gekommen sind, zeigten mir, dass eben auch bei den Fischerfreunden nur mit „Drauwasser“ gekocht, ich meine natürlich gefischt, wird.
 Nach den Abendessen kamen unsere Bindeausrüstungen auf den Tisch und es wurden neue Fliegen-Nymphen-Muster in allen Farben kreiert. Mathias hatte mit einem Rosapupperl gut gefangen, wir mit einer giftgrünen Nymphe. Rainer und Andy hatten Erfolg mit Ameisenimitationen.
Die Bisse waren sehr schwierig zu erkennen, waren aber - so die Aussage von uns allen - zweifelsfrei und massig vorhanden. Wichtig waren sicher die unterschiedlichen Bißanzeiger, welche zeitweise aber von den Wassermassen geradezu verschlungen, und wenn nicht groß genug, kaum sichtbar waren.
Trocken ging auch einiges, aber komischerweise eher größere Fliegen. Eine Forelle eher mittelmaßig, konnte ich mit einem „Dave Hopper“ der Größe 12 (ein furchtbar aussehendes gelbes Etwas aus Amerika ) über den Kescher führen. Man probiert ja so alles mal durch, wenn die Fische die angebotenen Fliegen schon in der Mehrzahl kennen und teilweise mit den Namen ansprechen. So hat man an einigen Streckenabschnitten zumindest den Eindruck.
Was auch gut gehen soll, waren dann Nymphen mit „pinkfarbenem Tungsten" - verrückt! ... oder reihen sich denn die österreichischen Salmos unter Wasser in eine Love-Parade ein?
Was uns schon am zweiten Tag auffiel waren die großen Schwärme von Köcherfliegen, die beim Berühren der Sträucher in Myriaden aufstiegen. Drau-Köcherfliegen ?...Sedge??... Ist es das, was die Drau-Äschen zum Steigen bringt? Ein Blick in die Fliegendosen zeigte uns: Diese Sorten hatten wir nicht dabei. Also Binden? Oder kaufen?
 Dies war sicher mit ein Grund, dass meine Kollegen am Mittwoch ins nahe gelegene Lienz aufbrachen, um, wie sie mir erzählen wollten, einige Fehlbestände an Material ?? unbedingt auszugleichen. Gleichzeitig wollten sie die Ausstellung von Berno & Ilse Schober, Inhaber des „Fischerhäusl an der Isel“ in der Färbergasse besichtigen. Wie sie mir danach berichteten, eine sehr sehenswerte Ausstellung mit von Berno selbst präparierten Fischen von den Traumäschen über 60 cm angefangen bis zu den riesigen Welsköpfen, alle in einem hervorragenden Zustand in den separaten Glasvitrinen anzuschauen. Eine Ausstellung, die man bei einem Besuch in der Dolomitenstadt Lienz unbedingt besuchen muss. Ebenfalls sehenswert sind die tausenden von Berno Schober selbstgebundenen Fliegen, alle wunderschön auf Styropor-Kugeln drapiert - und, so konnten wir erfahren, mit fast hundertprozentiger Fanggarantie an den Wassern der Großen Drau. Wenn, ja wenn sie sich nicht gerade wie ein „Luader" benimmt und ihre prächtigen Äschen für sich behält.
 Am Donnerstag verabredeten wir uns für die Mittagszeit zu einer Pause in der Buchenschenke Fröschlbauer in Oberpirkach. Ein Geheimtip von unserem Youngster Mathias. Es ist zu empfehlen nach dieser Jause unbedingt eine längere Zimmerstunde einzulegen. Dies hat uns Mathias wohlweislich verschwiegen.
Sicher waren wir nicht das letzte Mal an der Drau, zumal die Unterkunft gut und das Essen mehr als ausreichend und schmackhaft war. Besonders die Nachtische mit Palatschinken haben es uns beim abendlichen Festessen angetan. Dies ließ uns auch die Lust auf die badischen Spätzle etwas vergessen.
Beste Grüße, die Fahrgemeinschaft Hans und Dieter
|
|
|
|
Und sie steigen doch
|
|
Geschrieben von Andy Böhringer
|
|
|
Ich hatte eigentlich anderweitig in der Zeller Gegend zu tun, als ich mich kurzerhand dazu entschloss am späten Nachmittag noch ein oder 2 Stündchen fischen zu gehen „das Angelzeug lag vom Tag zuvor noch im Kofferraum“.
|
|
Schnell waren Stiefel und Weste angezogen, eine Nymphe angeknotet und los ging es. In voller Erwartung, wie jedes Mal wenn du zum ersten Wurf ausholst.
Außer einem kleinen Rupfer tat sich aber erst mal gar nichts. Als ich mich dann zu einem kleinen Päuschen (hatte wieder einmal die Nymphe abgerissen) auf einen großen Stein setzte, fielen mir die Unmengen leerer Nymphenhüllen von Steinfliegen die rings herum an dem Stein klebten auf. Ich dachte noch was für gigantisch große Larvenhüllen.
|
|
Steinfliege im Stadtstau auf dem Wasser laufend
|
|
|
|
|
Nachdem ich eine neue Fliege angeknotet hatte, fing ich zwei eher bescheidene Bachforellen die ich natürlich gleich wieder schonend (dank Haken ohne Widerhaken) ihrem Element übergab. Dann aber sah ich auf der gegenüberliegenden Seite den Einen oder anderen Fisch steigen. O.k. dachte ich, probierst es mal mit einer Trockenen. Eine kleine Graue brachte dann die erste Maßige, nichts spektakuläres.
|
|
|
|
Nach mehreren eher kleinen Fischen, kamen mir die riesigen Steinfliegenhüllen wieder in den Sinn. Warum nicht mal so eine Steinfliege, dachte ich. Eine Steinfliegenimitation namens Stimulator Größe 10 war schnell angebunden. Vielleicht hilft es, große Fliege großer Fisch dachte ich so und warf den Besen auf die andere Seite in eine Lücke von zwei überhängenden Bäumen und ließ die Fliege unter diesen abtreiben. Dann urplötzlich kam er, der so ersehnte gewaltige Biss. Eine große Bachforelle konnte diesem Happen nicht widerstehen. Leider verabschiedete sich der Fisch nach etwa 3 Minuten wieder. Mein Fluchen war wahrscheinlich bis Schopfheim zu hören.
|
|
Das war es, dachte ich. Lustlos warf ich die Fliege erneut aus. Unglaublich, aber jetzt bekam ich einen Biss nach dem anderen. Die Forellen stürzten sich regelrecht auf diese große Steinfliegenimitation. Nach einem erneuten Wurf in eine Strömungstasche auf der anderen Seite, verschwand meine Fliege mit einem großen Plop auch schon wieder und die war nicht von schlechten Eltern. In die Hauptströmung schwimmend, hatte ich richtig Mühe den Fisch zu halten. Es gelang mir dann allerdings den Fisch ins seichtere Wasser zu dirigieren, und konnte ihn dann sicher landen. Es war eine wunderschöne Regenbogenforelle so um die 45 cm.
|
|
|
Nach dem Versorgen des Fisches machte ich mich zufrieden auf den Nachhauseweg
Fazit: Es war eine super tolle Fischerei an diesem Tag Und das nächste Mal gehe ich wieder voller Vorfreude und Erwartung, nimmt doch irgendwann der Fisch deines Lebens deine Fliege.
Und sie steigen doch, (sogar nach großen Steinfliegen)
Beste Grüße, Andy
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
Schöne Tage an der Wiese
Es ist wieder mal soweit, zurück an der Wiese. Weit angereist aus New Jersey, bewege ich mich seit langer Zeit wieder die Böschung der Wiese in Zell hinunter. Es ist August und ziemlich heiß Welche Überraschung, selbst um diese Jahreszeit erwartet mich viel kräftig strömendes Wasser Ich hatte schon fast vergessen wie gesegnet dieses Flüsslein ist, glasklar und angenehm kalt, selbst im Hochsommer. Ich tauche meine Hand ein und es fühlt sich nach Forellen an. Ich zaudere - soll ich die Fließstrecke gleich aufwärts fischen oder soll ich nach unten waten und erst einmal mein Glück auf die „Große“ im Staubereich testen? Ich entscheide mich für letzteres Glücklos ziehe ich mich nach Abnympheln aller, doch so viel versprechender Tiefen am gegenüberliegenden Ufer wieder zurück an den Ausgangspunkt und sollte in kü rzester Zeit mit zwei schönen 35 cm Regenbögnerinnen belohnt werden.
Zeit heimzugehen und den Grill anzuheizen. Da muss ich doch am nächsten Tag wieder hin, schließlich bin ich im Urlaub und habe heftige „Wiesenentzugserscheinungen“. Das gleiche klare Wasser. Hasenohrnymphe mit Goldköpfche n stromaufwärts. 45 Minuten, peng, peng, peng und mein Dreifischelimit ist erreicht. Wieder zwei Bögnerinnen mit 35 cm. Das scheint die Standardgröße für diese Strecke zu sein. „Nice“, würden meine Freunde in Amerika sagen. Schön war´s, aber es fühlt sich fast enttäuschend an, dass es so schnell vorüber war. Ich komme noch einmal zurück nach ein paar Tagen, um auf 38 cm zu erhöhen und werde in der folgenden Woche noch andere Strecken besuchen, um in Erinnerungen früherer Jahre zu schwelgen.
Wieder zurück in New Jersey freue ich mich, dass Hurrikan Irene unserem Haus keinen Schaden zugefügt hat. Wir sind auch unter den Glücklichen, die die Stromversorgung nicht verloren haben, hatten jedoch zwei Tage weder Internet, Telefon noch Fernsehen. Aber das haben wir leicht ausgehalten.
Andreas Sokollek
|
|
 |
|
|
|
|
|
Ein Sonntag an der schönen Birs
Jörg Blunschi und Daniel Engel hatten Andy und mich schon im April eingeladen, um an ihrem Heimatgewässer der Birs bei Laufen in der Schweiz den Forellen und Äschen auf den Zahn zu fühlen. Wie es eben so kommt, aus beruflichen und "Rentner-technischen" Hindernissen kamen wir erst am 25. September, einem sehr warmen und sommerlichen Sonntag, an der Birs zusammen. Treffpunkt war das Café Zemp in der Altstadt von Laufen. Natürlich traditionell zuerst bei einem "Kaffi und Gipfeli". Immer wieder ein Hochgenuss diese Schweizer Frühstückskombi , gerade auch zum Auftakt eines erfolgversprechenden Fischertages. Die Tageskarten für Andy und mich hatte Jörg schon dabei, so dass wir nach einer Diskussion über die gerade fängigen Fliegenmuster mit den Vorschlägen unserer beiden Gastgeber in die Fliegenfischerei starten konnten. Kurz oberhalb von Laufen stiegen wir hinunter in die noch im Morgennebel liegende Birs. Andy ging mit Daniel und ich vertraute mich meinem Guide Jörg an. Wir beide wollten ausschließlich mit der Trockenen fischen.
Innerhalb der nächsten halben Stunde verzogen sich die verbliebenen Nebelschwa den und die Sonne erhellte die Birs. Ein herrlicher Anblick! In diesem Licht zeigte sie sich auf "unserer Strecke" in einem farbenprächtigen Spätsommerkleid. Schnelle Fließen, tiefe Gumpen und felsige Rauschen öffneten sich vor unseren Augen. Tatsächlich stiegen die Forellen und Äschen auch auf meine selbstgebundene "Blue Winged Olive" am 14er Häkchen. Zum Mittag trafen wir uns dann an der Anglerhütte von Jörgs Vater, "Chez Bruno", der für uns bereits saftige Koteletts auf dem Grill liegen hatte. Bruno hat uns richtig verwöhnt. Mit einem Karamelköpfle zum Nachtisch krönte Jörgs Vater die Grillerei. "Etwas Süßes muss sein" meinte Bruno, der mittlerweile 75 Jahre an schönen Birs lebt und auch fischt.
 Daniel zeigte uns in der längeren Mittagspause seine zwei Rotgetupften in seinem neuen Anglerkörbchen. Als Kenner der Birs konnte er diese beiden mit einem schwarzen "Wooly Bugger" überzeugen. Auch Jörg erzählte dass er eine größere "Birslokomotive" am 5er-Rütchen spürte aber leider nach kurzem Drill verloren hat. Wie immer hatte auch Andy mit seinen Eigenbau-Nymphen der Sorte "Rattegigl" auf 16er Haken mit einigen kleineren Äschen und Forellen in den Morgenstunden angebandelt. Gestärkt und zufrieden versuchten wir unser Glück in den Nachmittagstunden eine Gepunktete oder eine "Thymallus Birsus" aus den zahlreichen Unterschlüpfen heraus zu locken. Leider gelang uns das nicht mehr - was wohl an dem zu schönen Wetter, dem blauen Himmel über dem Birstal - und möglicherweise auch der üppigen Grillerei zu schulden war. So ging ein Fliegenfischer-Sonntag an der wunderschönen Birs zufrieden und mit herrlichen Anblicken des Birstales für uns vier zu Ende.
Fazit von Andy und mir: Die Birs - ein eindrucksvoller Fluss mit einer ebenso eindrucksvollen Landschaft, mit Kaffi und Gipfeli der Superklasse, einer mehr als freundschaftlichen Aufnahme von unseren Anglerkollegen Jörg und Daniel...und "Chez Bruno".
Wir kommen wieder Bericht: Hans Fotos: Andy Fotos
|
|
|
|
|